Politische und religiöse Werbung auf Plakatstandorten
Besondere Bestimmungen zu Politischer- und Parteienwerbung & religiöser Werbung auf Plakatstandorten

Was bedeutet "keine Politik/Religion"?
Auf einigen Plakat-Werbestandorten hat der Grundstückseigentümer Werbung mit politischen oder religiösen Inhalten vertraglich ausgeschlossen. Das müssen wir respektieren. Diese Standorte haben wir mit keine Politik/Religion markiert. Leider teilen uns nicht alle Anbieter diese Ausschlusssperre mit, so dass es auch auf einem nicht markierten Standort zu einer nachträglichen Ablehnung kommen kann.
Ob politische und/ oder religiöse Werbung auf Deinem Wunschstandort möglich ist, teilen wir Dir mit unserer Auftragsbestätigung mit (bitte nicht mit unserer Bestellbestätigung verwechseln).
Aus diesem Grund ist es bei jeder Anfrage oder Buchung zwingend erforderlich, sofort anzugeben, dass es sich um politische Werbung handelt. Zudem unterzieht der jeweilige Anbieter das Motiv einer gesonderten Prüfung. Eine verbindliche Bestätigung der Schaltung ist daher erst möglich, nachdem das Motiv vorgelegt und geprüft wurde.
Wird das Motiv vom Anbieter abgelehnt, erfolgt eine Rückerstattung der Kosten. Erfolgt eine Buchung jedoch ohne Hinweis auf den politischen Charakter, kann die Plakatierung unter Umständen nicht durchgeführt werden; in diesem Fall erfolgt keine Kostenerstattung. Wir weisen außerdem darauf hin, dass politische Werbung häufiger Ziel von Vandalismus ist und daraus gegebenenfalls direkte Ansprüche der Anbieter gegenüber den Werbetreibenden entstehen können.

Informationen zur EU-Verordnung TTPA
über die Transparenz und das Targeting politischer Werbung
Seit dem 10. Oktober 2025 ist in der EU die Verordnung (EU) 2024/900 über Transparenz und Zielgruppenausrichtung politischer Werbung („TTPA-Verordnung“) in Kraft. Sie verpflichtet sowohl Auftraggeber als auch Dienstleister, bei politischer Werbung bestimmte Vorgaben zu Transparenz, Kennzeichnung und Dokumentation einzuhalten.
Werbemittel müssen entsprechend gestaltet und eindeutig als politische Werbung erkennbar sein. Außerdem müssen die vorgeschriebenen Transparenzhinweise integriert werden, beispielsweise durch zusätzliche Informationsangaben oder einen QR-Code, der die erforderlichen Details bereitstellt.
Zu den zentralen Pflichten der TTPA-Verordnung zählen unter anderem:
eine klare Kennzeichnung der Werbemittel als politische Werbung,
die Angabe des Sponsors sowie relevanter Finanzierungsquellen,
Informationen zur adressierten Zielgruppe, zum Zeitraum der Schaltung und zu den verwendeten Kanälen,
die Beachtung spezieller Datenschutzvorgaben bei Targeting- oder Analyseverfahren,
sowie gegebenenfalls die Übermittlung von Kampagnendaten an das von der EU vorgesehene Transparenzregister.
Bitte berücksichtigen Sie, dass einige Plattformen oder Medienanbieter politische Werbung nur unter bestimmten Bedingungen akzeptieren oder deren Ausspielung beschränken können.
Diese Hinweise dienen ausschließlich der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine rechtliche Beratung. Für rechtsverbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an eine juristische Fachstelle oder die zuständige Behörde.
Was muss bei politischer Werbung beachten werden?
Die EU-Verordung (EU) 2024/900 zur Transparenz politischer Werbung legt für Auftraggeber und Dienstleister fest, dass politische Werbung eindeutig markiert sein muss, bestimmte Transparenzangaben bereitgestellt werden müssen und zusätzliche Hinweise direkt auf dem Werbemittel anzubringen sind (z. B. ein Verweis mit Link zur entsprechenden Transparenzerklärung).
FAQ zu Politischer- und Parteienwerbung
- Welche Angaben und Dokumente muss ich als Auftraggeber bereitstellen?
1. Angaben zur Einordnung
Schriftliche Erklärung, dass die geplante Maßnahme politische Werbung darstellt.
2. Erfüllung der Transparenzpflichten
Bereitstellung einer vollständigen Transparenzerklärung in Textform, die folgende Punkte umfasst:
- den verantwortlichen Sponsor der Werbung
- Angaben zu Finanzierung, Budget und Mitteln
- die Ziele der Kampagne
- definierte Zielgruppen, vorgesehene Kanäle und Zeiträume der Ausspielung
- verwendete Targeting- und Analyseverfahren
Damit wir deine Kampagne gesetzeskonform prüfen und umsetzen können, steht dir in unserem Bestellprozess ein entsprechende Formulare zur Verfügung. Bitte trage dort sämtliche Transparenzangaben vollständig und korrekt ein und bestätige diese.
3. Anforderungen an das Werbematerial
Für die Bewertung und Buchung der Kampagne benötigen wir das geplante Motiv oder einen Entwurf, aus dem die wesentliche Aussage der Kampagne bereits hervorgeht.
Auf dem Motiv müssen zwingend folgende Elemente enthalten sein:
- ein klarer Hinweis darauf, dass es sich um politische Werbung handelt
- ein Verweis auf die vollständige Transparenzerklärung (z. B. per QR-Code oder Kurzlink)
- Wer ist für die rechtliche Zulässigkeit der Inhalte verantwortlich?
Der Kunde bzw. Auftraggeber trägt die alleinige Verantwortung dafür, dass sämtliche bereitgestellten Inhalte und Informationen den Vorgaben der TTPA-Verordnung sowie den datenschutzrechtlichen Bestimmungen entsprechen. Wir erteilen keine Rechtsberatung und übernehmen keine Verantwortung oder Haftung für die rechtliche Bewertung oder Zulässigkeit der eingereichten Werbemaßnahmen.
- Welche Folgen haben unvollständige oder fehlerhafte Angaben?
Eine Kampagne kann abgelehnt, unterbrochen oder ihre Ausspielung gestoppt werden, wenn gesetzliche Vorgaben oder Regeln der jeweiligen Plattform dies erforderlich machen oder erforderliche Transparenzinformationen fehlen.
Bei Verstößen, die auf unvollständige, fehlerhafte oder verspätete Angaben zurückzuführen sind, trägt der Kunde (Auftraggeber) die volle Verantwortung und stellt den Dienstleister von allen Ansprüchen, Bußgeldern oder behördlichen Maßnahmen frei.

